Shinrin-Yoku – Waldbaden

 


Shinrin-Yoku, bei uns auch als Waldbaden bekannt, ist eine Therapieform aus Japan, die bereits in den 1980er Jahren entwickelt wurde und heute weltweit Anhänger findet. Es bedeutet, bewusst durch den Wald zu gehen, die Natur intensiv wahrzunehmen und mit ihr zu interagieren – beispielsweise durch das Umarmen von Bäumen oder das Fühlen des Waldbodens. 

Waldbaden zählt zur Natur- und Ökotherapie und wird sogar als „City-Detox“ betrachtet. Die Ursprungsidee des Waldbadens entstand aus Forschungen der 1950er Jahre, als Menschen begannen, in ihrer Freizeit aus der Stadt in die Natur zu flüchten. 


In Japan hat sich Waldbaden zu einer anerkannten Therapieform entwickelt, bei der Ärzte ihren Patienten Aufenthalte im Wald verschreiben. Es gibt mittlerweile geführte Shinrin-Yoku-Touren, die den Teilnehmern helfen, sich intensiv auf die Natur einzulassen.


Wissenschaftliche Studien in Japan seit den 1990er Jahren belegen die positiven gesundheitlichen Auswirkungen des Waldbadens. Der Aufenthalt im Wald reduziert Stress, senkt Blutdruck, Puls und Kortisolspiegel und stärkt das Immunsystem. In Südkorea gibt es spezielle „Heilwälder“, und auch in Europa und Deutschland werden inzwischen entsprechende Studien durchgeführt.


Ein wichtiger Forscher des Shinrin-Yoku ist Quing Li, ein Mediziner, der seit über 20 Jahren zu diesem Thema arbeitet und an der Universität in Tokio lehrt. In seinem Buch Forest Bathing beschreibt er, wie das bewusste Eintauchen in die Waldatmosphäre den therapeutischen Effekt verstärkt und das Naturerlebnis vertieft.


Gerne zeige ich dir ganz individuell mögliche Ansätze

 

 
 
E-Mail
Anruf